26.Spieltag

15.06.16 | SV Grün-Weiß Lübben II siegt im letzem Heimspiel

Kreisliga Nord: SV Grün-Weiß Lübben - SV Lok Calau 4:1 (2:1 )

Zum letzten saisonalen Aufgalopp empfing die Zweite von Grün-Weiß Lübben den Tabellendritten von Lok Calau. Für beide Mannschaften ging es vorrangig um einen würdigen Saisonabschluss, wobei Calau noch mit einem Auge auf den Titel des Vizemeisters schielte. Die Vorzeichen standen gut, hatten die Eisenbahner aus der Niederlausitz doch noch kein Auswärtsspiel in der aktuellen Runde verloren.
Lübben ging mit einigen personellen Änderungen in die Partie. Im Sturm erhielt Panzer Tim Tyra seine verdiente Chance und Andy Hohmann ersetzte Peter Tyra im offensiven Mittelfeld.
Calau ging das Match seriös an und gefiel durch sauberen Spielaufbau und fluides Bewegungsspiel. Sah nett aus und beschäftigte die Lübbener ordentlich. Nutzte aber alles nix. Mit dem ersten durchdachten Angriff erhielt Rechtsaußen Kai Raschke die Möglichkeit, sich den Ball auf den linken Fuß zu legen und zwirbelte das lederne Spielgerät entgegen der euklidschen Mathematik über den verdutzten Gästekeeper hinweg ins Tor.
Calau ließ sich jedoch nicht beirren und ergriff weiterhin die Initiative. Ein wunderbarer langer Ball aus der Abwehr heraus fand den Stürmer im linken Strafraum, welcher mit etwas Glück zum verdienten Ausgleich vollendete.
Im Anschluss war es trotz der spielerischen Überlegenheit der Gäste wiederum den Lübbenern vorbehalten, für den nächsten ekstatischen Jubelschrei im weiten Rund der Vöfreu zu sorgen. Tyra und Linksaußen Felix Paech provozierten tumultartiges Durcheinander im gegnerischen Sechzehner. Calaus Torwart, offenbar noch verwirrt vom Führungstreffer, verlor etwas die Orientierung und bot Paech damit die Chance, mit einem artistischen Fallrückzieherlupfer für heruntergeklappte Kinnladen zu sorgen. Ein Tor wie ein Gedicht von Kafka - wunderschön und unbegreiflich. Mit der knappen Führung ging es in die Pause, wo diesmal tatsächlich nix passierte!! Ebenso unbegreiflich!!
Die zweite Hälfte begann mit dem Anpfiff.
Das Spiel gestaltete sich nun etwas offener mit Halbchancen auf beiden Seiten, vor allem in Nähe der Tore. Paradoxerweise kam mir den Auswechslungen nach gut einer Stunde wieder Bewegung in die Partie. Eric Zacharias ersetzte den rotgefährdeten Kapitän Andreas Kozur, und kurz darauf schickte Taktikguru Ronald Zacharias Peter Tyra für Hohmann aufs Feld. Teufel noch eins, was für ein Schachzug! Mit seiner zweiten Aktion eroberte Tyra im linken Mittelfeld den Ball und schickte sofortigst Fabian Wittenberg auf die Reise, der staubtrocken ins lange Eck veredelte. Das sah nach Fußball aus. In der Kreisliga! Im letzten Saisonspiel!!
Der Treffer zeigte bei den Gästen Wirkung. Mit jeder Minute fühlten sich die Grün-Weißen nun sicherer und setzten empfindliche Konter. Einer dieser Tempogegenstöße mündete in einer Ecke, welche die Entscheidung bringen sollte: Paech zimmerte die Kugel mit Lichtgeschwindigkeit in den Sechzehner und Raschke lief ohne Angst vor Schmerzen und Verlusten einfach mit seiner Eisenstirn durch den Ball durch. Das Leder schlug unhaltbar neben dem Pfosten ein.
Calau versuchte in den Schlussminuten nochmal alles nach vorn zu werfen, doch die Heimelf offenbarte beinahe erschreckende Abgeklärtheit und spielte das Ding nach Hause.
Lübben vollendete mit dem Heimsieg einen tollen Saisonendspurt und landet abschließend auf Platz 6 der Kreisliga Nord. Calau war bis zum 3:1 zwar die spielerisch leicht bessere Elf, doch die Grün-Weißen zeigten sich als reife Mannschaft mit individuell starken Einzelspielern, wobei die mannschaftliche Geschlossenheit nicht unerwähnt bleiben sollte. Angesichts des positiven Trends dürfte Lübbenau aufatmen, dass die Saison vorbei ist und Lübben nicht weiter als Jäger fungieren kann.
Ein toller Saisonabschluss wurde am Abend mit einem schicken Grillerchen begossen. Alles gut, so muss Kreisliga-Fußball. Die neue Saison kann kommen.

 

P.Tyra


Lübben spielte mit Oliver Rex - Johannes Janke, Steven Lehniger, Till Karras - Max Sattler, Andreas Kozur (C) - Felix Paech, Andy Hohmann, Fabian Wittenberg, Kai Raschke - Tim Tyra
Wechsel: Eric Zacharias für Kozur, Peter Tyra für Hohmann, Miroslav Veselov für Tyra


25.Spieltag

06.06.15 | Lübben II sichert sich Klassenerhalt

Kreisliga Nord: Goyatzer SV - SV Grün-Weiß Lübben II 1:3 ( 0:0 )

Am vorletzten Spieltag der Kreisliga reiste die Reserve von Grün-Weiß Lübben zum bereits als Absteiger feststehenden Goyatzer SV. Ziel war natürlich ein Sieg, um selbst den bitteren Gang in die untere Liga vermeiden zu können.
Die Grün-Weißen erhielten zu ihrer großen Freude in diesem eminent wichtigen Spiel lautstarke Unterstützung durch einen mitgereisten, wilden Fanmob. Das sportliche Angebot war aber auch zu verlockend: Zwei Kreisligateams aus der unteren Tabellenhälfte duellieren sich träge wie 2 Wasserbüffel bei knapp 45 Grad, so dass die Neonfarben der Fusballschuhe zerlaufen, auf einem „Rasenplatz“, der so uneben ist, dass der Legende nach vor einigen Jahren ausgediente Pferde diesen aus Protest verließen und stattdessen lieber freiwillig den Schlachter aufsuchten.
Lübben begann das Spiel forsch und kam bereits in der zweiten Minute der ersehnten Führung sehr nahe. Nach einem hübschen Angriff durch das Zentrum war Stürmer Miroslav Veselov frei durch, scheiterte jedoch am Keeper. Doch schnell erkannte die Elf von Trainerfuchs Ronald Zacharias, dass der Weg zum Erfolg über flotte, das Mittelfeld flink überbrückende Angriffe gehen würde. Goyatz hatte hierbei immer wieder Probleme und die grün-weißen Gäste konnten wiederholt in aussichtsreiche Positionen hinter der Abwehr kommen. Umgekehrt war jedoch auch Goyatz nicht ungefährlich. Lange Bälle auf Kapitän Michael Staude waren stets gefährlich und forderten von der Lübbener Abwehr um Libero Steven Lehniger aufmerksames Stellungsspiel, was auch überwiegend gelang.
Noch vor der ersten Trinkpause hätte Lübben in Führung gehen können, doch zahlreiche Chancen konnten nicht genutzt werden. Felix Paech, der nach seinem Angelurlaub ausgeruht in die Startelf zurückkehrte, zielte halblinks im Strafraum zu genau und traf nur den Pfosten. Veselov tankte sich immer wieder durch, hatte jedoch (noch) kein Schussglück. Und auch Fabian Wittenberg brachte die Murmel nach tollem Solo nicht am Torwart vorbei. Am Ende ging es mit einem aus Lübbener Sicht etwas enttäuschenden 0:0 in die Halbzeitpause.
Goyatz hatte leider keine Halbzeitshow vorbereitet. Unterhaltung gab es dennoch: Lübben hatte sich versehentlich in die eigene Kabine eingeschlossen. Als die Vorräte bereits zu neige gingen und erste kannibalistische Gedanken durch den Raum schwirrten, fand sich gerade rechtzeitig noch ein Goyatzer Menschenfreund und entließ die Akteure in die Freiheit.
Die Gäste dominierten zu Beginn der zweiten Halbzeit das Geschehen und drängten mit mehr Entschlossenheit auf die Führung. Wieder einmal sollte sich der Torerfolg nach einem ruhenden Ball einstellen: Kapitän Andreas Kozur, der offenkundig in jeder Minute seiner kargen Freizeit Halbfeldflanken mit teuren Vasen im eigenen Wohnzimmer übt, schickte das Leder ideal an den Fünfer, und Kai Raschke drosch das Ding mit der Stirn wuchtig und gänzlich unhaltbar in die Maschen – in dieser Szene irgendwo zwischen Michael Jordan und Hort Hrubesch.
Der Treffer zeigte Wirkung und die Grün-Weißen setzten sofort nach. Nur wenige Minuten später erinnerte sich Veselov an seine Lieblings-Messi-Compilation auf youtube und setzte zum Solo an. Auf seinem langen Weg vom linken Mittelfeld in den Strafraum schüttelte er mehrere Gegenspieler ab, ließ sich ebenso von der Bärenfalle um seinem Knöchel nicht beirren und vollendete zum 2:0. Eine Hommage an die Willenskraft, der Mob tobte!
Und wenn es läuft, dann läuft es. Nach einem zunächst abgewehrten Angriff gelang es Peter Tyra zum ersten und wohl letzten Mal in seinem Leben, sich am gegnerischen Strafraum die Pille direkt zurück zu erobern. Von irgendwo hinten verlangte Wittenberg die Murmel und setzte den blind gespielten Rückpass anschießend aus 18 Metern genau neben den Pfosten. Innerhalb von nicht mal zehn Minuten waren die Weichen auf Sieg gestellt.
Im Verlauf der weiteren Halbzeit wurden noch unzählige Kontersituationen schlampigst liegen gelassen, und so kam sogar nochmal ein Hauch von Spannung auf, als Goyatz durch einen Handelfmeter verkürzte. Echte Gefahr für das Tor der Gäste entstand jedoch nicht mehr, so dass es beim 3:1-Auswärtssieg blieb.
Lübben war in Goyatz schlussendlich das bessere Team und nimmt verdient 3 Punkte mit. Nach Vorliegen aller Ergebnisse des Spieltages steht damit der umjubelte Klassenerhalt fest! Die Europapokalplätze wurden jedoch zum wiederholten Male verfehlt. Jetzt gilt es, das letzte Saisonspiel am kommenden Sonntag gegen Lok Calau auf der Vöfreu erfolgreich zu gestalten, bevor man sich Gedanken darüber macht, wie man das Erreichen des Saisonziels gemeinsam feiert. Zur Auswahl stehen bisher ein Besuch des Neuen Museums Berlin oder ein Trip in den Wildpark Johannismühle auf eigene Kosten.

 

P.Tyra

Lübben spielte mit: Oliver Rex – Johannes Janke, Steven Lehniger, Till Karras – Andreas Kozur (C), Max Sattler – Kai Raschke, Fabian Wittenberg, Peter Tyra, Felix Paech – Miroslav Veselov

Wechsel: Eric Zacharis für Tyra, Andy Hohmann für Sattler, Tim Tyra für Veselov


24.Spieltag

30.05.16 | Irrer Abstiegskrimi in Lübben

Kreisliga Nord! SV Grün-Weiß Lübben II - SpVgg Blau-Weiß Vetschau II 5:3 ( 0:2 )

Am drittletzten Spieltag der Kreisliga-Saison trafen die Tabellennachbarn aus Lübben und Vetschau aufeinander. Nur der Sieger durfte sich weiterhin realistische Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen, ohne von kleinen Mädchen ausgelacht zu werden. Wer nun angesichts der Ausgangssituation ein zähes Abstiegskrämpfchen erwartete, sah sich arg getäuscht.

Lübbens Zweite begann mit zwei Änderungen im Vergleich zum letzten Spiel in Lübbenau. Sören Brömme ersetzte im Tor den säumigen Oliver Rex und Max Sattler kehrte in die Startelf zurück.


Darüber hinaus gestaltete sich das Spiel wie in Lübbenau, denn der Gegner war besser. Vetschau kam bereits in den ersten Minuten durch schnelle Angriffe über die Außen zu Chancen. Lübben seinerseits hatte in der ersten Halbzeit große Probleme, das gut strukturierte Aufbauspiel der Gäste zu unterbinden. Dazu gesellte sich fehlende Konsequenz im Ausspielen einiger guter Angriffssituationen, so dass nur eine Handvoll Halbchancen zu verzeichnen war. Folgerichtig gingen die Gäste nach einer ganzen Serie von Ecken in Führung - ein 1,50m-Hühne, der sich hinter der Stolle eines Mitspielers geschickt der Bewachung entzog, köpfte den Ball unbedrängt aus 14m ins Netz! Doch damit nicht genug, die Gäste legten noch vor der Pause nach. Eine lange Halbfeldflanke von rechts durfte vollkommen sorgenfrei durch den 16er fliegen und freute sich am Ende sogar über einen dankbaren Abnehmer am zweiten Pfosten. Vetschau bejubelte zur Halbzeit die 2-Tore-Führung und Lübben war bedient.
Der zweite Durchgang begann mit 50-minütiger Verspätung, weil Wüstengeckos während der Pause Schutz vor der Sonne suchten und im Strafraumsand ihre Eier ablegten. Die unter Artenschutz stehenden Tiere mussten aufwendig per Hand eingesammelt werden. Auch Halbzeit-Act Udo Lindenberg tauschte sein Mikro gegen einen mit Schaumstoff überzogenen Eimer ein und half mit. So blieb dem Publikum wenigstens sein Genuschel erspart.
Das lange Warten sollte sich jedoch lohnen, denn die zweiten 45 Minuten stellten alles in den Schatten, was man bis dahin gesehen hatte.
Die Gastgeber kamen wutschnaubend aus der Kabine und stellten die Uhr innerhalb von drei Minuten auf null. Zunächst setzte sich Fabian Wittenberg entschlossen halblinks durch und jagte das Leder therapeutisch wertvoll ins kurze Eck. Metaphorischer kann ein Knoten nicht platzen! Lübben war nun endlich wach und nutzte den Schwung. Direkt im Anschluss hatte Miroslav Veselov nach einem langen Ball aus der Abwehr freie Bahn und legte die Kugel nervenstark am Keeper vorbei. Das Publikum tobte.
Die Stimmung erlitt jedoch daraufhin den nächsten Dämpfer. Nach einem leichtfertigen Ballverlust im Angriff rannte Lübben in einen Konter, den Vetschau zielstrebig zur erneuten Führung verwandelte. Doch da die Vöfreu ein Mythos ist und Fabian Wittenberg an dem Tag so gar keine Lust auf null Punkte hatte, konnten sich die Gäste nicht lange über das Tor freuen: nach einem Ballgewinn im Mittelfeld ging es schnell auf Veselov nach vorn, der Auge bewies und Wittenberg links im Strafraum freispielte. Dieser schob die Kugel mit einem Puls von 30 chirurgisch ins lange Eck - schon wieder Ausgleich! Erstaunlicherweise hatte der Gastgeber nach drei Gegentoren verstanden, dass eigene Treffer viel mehr Spaß machen und ließ nun nicht mehr von seinem Opfer ab. Fleischfetzen flogen durch die Luft, Blut denaturierte in der sengenden Hitze und der Ball lag im rechten Halbfeld zum Freistoß bereit. Kapitän Andreas Kozur berndschusterte das Leder mit mehr Gefühl in den Sechzehner, als die meisten Kinder während ihrer Aufzucht erfahren, und zwang die gegnerische Defensive somit zu einem sehenswerten Kopfball ins eigene Netz. Lübben führte erstmals und das Publikum kollabierte. Die Gäste warfen nochmal alles in die Wagschale, doch das Pendel hatte sich inzwischen für die Heimelf entschieden. Das unersättliche Duo Wittenberg/Veselov sorgte schließlich für den Schlusspunkt: Wieder setzte sich Wittenberg unaufhaltsam auf links durch, bediente Veselov mustergültig und dieser vollendete frech ins kurze Eck. Das Publikum phantasierte. Der Sieg war damit nach einer Wahnsinns-Halbzeit eingetütet.

Akteure und Zuschauer wurden Zeuge eines unbeschreiblich wilden Abstiegs-Endspiels, aus welchem am Ende die Lübbener als glückliche Sieger hervorgingen. Vor allem die Moral ist hervorzuheben, die die Gastgeber trotz wiederholter Rückschläge nie aufstecken ließ. Dazu kamen in der zweiten Hälfte Zielstrebigkeit, Entschlossenheit und Effizienz, was sich in beeindruckenden 5 Toren wiederspiegelt. Lübben erhält sich mit dem Sieg die Chance auf den Klassenerhalt und muss im nächsten Spiel in Goyatz nochmal alle Reserven freimachen, um am Ende die Nichtabstiegsplätze erreichen zu können.

 

Peter Tyra


Lübben spielte mit Sören Brömme - Johannes Janke, Steve Tanneberger, Till Karras - Max Sattler, Andreas Kozur (C) - Kai Raschke, Peter Tyra, Fabian Wittenberg, Eric Zacharias - Miroslav Veselov.

Wechsel: Steven Lehniger für Tanneberger, Nick Heger für Zacharias, Tim Tyra für Veselov


22.Spieltag

Ernüchterung auf der Völkerfreundschaft

Kreisliga Nord: SV Grün Weiß Lübben II - SV Eintracht Wittmannsdorf 3:4 ( 1:3 )

Die Reserve von Grün-Weiß empfing bei sommerlichen Temperaturen die Eintracht aus Wittmannsdorf und wollte den positiven Trend der letzten Wochen fortsetzen. Doch The trend was gar nicht our friend und so schmeckte das Bier nach dem Spiel sehr bitter.
Alle Taktik und Vorsätze waren bereits nach 2 Minuten Makulatur. Nach einem langen Ball stand Stefan Lindow frei im Strafraum und legte die Murmel gekonnt ins lange Eck. Lübben schüttelte sich und versuchte, ins Spiel zu finden. Nach einem kapitalen Fehler des Wittmannsdorfer Liberos hatte Miroslav Veselov freistehend die Chance auf den Ausgleich, scheiterte jedoch knapp. Wenig später machte es Kai Raschke besser und glich nach trockenem Linksschuss von der Strafraum-Grenze aus. Das Tor taugte aber nicht zum Beruhigen der Nerven. Nach einem Ballverlust im Spielaufbau konnte Wittmannsdorf nach einer Flanke von links wieder die Führung erzielen. Doch es kam noch schlimmer: per Freistoß gelang gar die 2-Tore-Führung. Lübben hatte vor der Pause zwar noch gute Schuss-Gelegenheiten durch Tyra, Raschke und Veselov, doch die letzte Präzision fehlte.
Für den zweiten Durchgang hatte sich Lübben einiges vorgenommen. Doch aller Tatendrang erstickte nach einem erneuten Konter der heute sehr effizienten Gäste - der stark aufspielende Lindow vollendete zum 4:1.
Der 3-Tore-Rückstand ließ kurz die Köpfe runter gehen, doch die Grün-Weißen kämpften sich nochmals in die Partie zurück. Der eingewechselte Tim Tyra erzielte nach sehenswertem Zuspiel durch den heutigen Kapitän Hohmann den Anschluss.
Mit zunehmender Spieldauer schwanden bei sengender Hitze auf beiden Seiten die Kräfte, das Spiel war geprägt durch lange Bälle. Ein Umstand, mit dem die Gäste insgesamt besser zurecht kamen. So ergaben sich immer wieder gefährliche Kontersituationen für Wittmannsdorf, doch die endgültige Entscheidung fiel nicht. Glück hatte die Heimelf ferner bei einem nicht gegeben Elfmeter, so blieb das Spiel trotz des Rückstands spannend.
Der Anschluss zum 3:4 sollte durch den aufgerückten Abwehrchef Steve Tanneberger nach einem langen Einwurf zwar noch gelingen, doch er kam zu spät. Kurz darauf ertönte der Abpfiff, und Wittmannsdorf bejubelte den Auswärtssieg.


Das Fazit des Spiels fällt diesmal schwer. Lübben hatte einige vielversprechende Angriffssituationen und steckte auch nie auf, was sicher positiv zu bewerten ist. Doch heute scheiterte man an einem gut eingestellten und sehr effizienten Gegner, der es durchweg verstand, Lübben mit Kontern und langen Bällen permanent vor Probleme zu stellen. Es fehlte den Lübbenern an Intensität und Durchschlagskraft und mit zunehmender Spieldauer auch an Präzision und Mut im Pass- und Kombinationsspiel, was den Sieg für Wittmannsdorf verdient macht. Alles in allem kein grundsätzlich schlechter, aber angesichts der Leistungen der vergangenen Wochen doch sehr ernüchternder Auftritt. Lübben gratuliert Wittmannsdorf zum Sieg und verpasst es, weitere wichtige Punkte im Abstiegskampf zu sammeln.

 

T.Tyra

Lübben spielte mit: Oliver Rex - Johannes Janke, Steve Tanneberger, Steven Lehniger - Max Sattler, Andy Hohmann - Felix Paech, Peter Tyra, Fabian Wittenberg, Kai Raschke - Miroslav Veselov.
Wechsel: Eric Zacharias für Wittenberg, Tim Tyra für Veselov, Nick Heger für Paech


21.Spieltag

Die Zweite von Lübben setzt Serie fort

Kreisliga Nord SV Walddrehna - SV Grün-Weiß Lübben II  0:3 ( 0: 1 )

Bei sommerlichen Temperaturen trafen sich Walddrehna und Lübben zum heißen Kreisliga-Kampf.


Die Grün-Weißen reisten mit breiter Brust und sechs Punkten aus den vergangenen beiden Spielen an. Doch Walddrehna sollte ihnen alles abverlangen.

Von Anpfiff an zeigte sich der Gastgeber sehr aktiv und konnte vor allem im Zentrum durch Aggressivität und gute Kombinationen die Lübbener ins Laufen bringen. Das geplante hohe Pressing der Gäste wurde ein ums andere Mal wirkungsvoll ausgehebelt. Trotz dessen blieb Lübben defensiv stabil und konnte einige Nadelstiche setzen. Die erste Chance ergab sich nach einem schnellen Durchstoß über links, doch Felix Paech traf nach einem Pass von Peter Tyra nur das Außennetz. Nach 20 Minuten dann die etwas überraschende Führung für die Gäste: Peter Tyra schickte Kai Raschke auf der rechten Seite, und dessen Hereingabe wurde durch einen Verteidiger unglücklich ins eigene Tor abgefälscht.  Walddrehna reagierte mit wütenden Angriffen, doch die Durchschlagskraft sollte im letzten Drittel fehlen. Ein Manko, welches den Gastgebern generell die Punkte kosten sollte. Es war wiederum den Lübbenern überlassen, die nächste Torchance zu kreieren, doch Miroslav Veselov scheiterte aus spitzen Winkel knapp am ehemaligen GWL Keeper David Germer. So ging es mit einer etwas glücklichen Führung in die Pause.
Die zweite Hälfte hielt zunächst einen personellen Wechsel parat: Eric Zacharias ersetzte den verletzten Peter Tyra und Kai Raschke rückte dafür ins Zentrum.
Wer sich auf einen Sturmlauf der Heimelf eingestellt hatte, sollte sich verwundert die Augen reiben. Lübben stand insgesamt kompakter und setzte weiter intelligent Entlastungsangriffe aus der sehr sicheren Lübbener Defensive. Bereits kurz nach Wiederanpfiff sollte sich das auszahlen. Miroslav Veselovs Schuss vom rechten Strafraum-Eck rollte in Zeitlupe ins lange Eck. Walddrehna schluckte schwer. Das Tor stabilisierte die Gäste zunehmend, und der Rückenwind sorgte prompt für die Entscheidung. Wieder Veselov veredelte nach gelungener Vorarbeit mittels eines eleganten Tunnels durch Andy Hohmann den nächsten Konter und netzte zum 3:0 ein, nachdem er vorher den letzten Verteidiger sehenswert aussteigen ließ. Die Spieldynamik war nun endgültig auf Seiten der Grün-Weißen. Walddrehna stemmte sich mit allen Mitteln gegen die Niederlage, doch an diesem Tag ging wenig. Stattdessen hätte Lübben durch weitere Konter durch Raschke, Veselov und Paech sogar noch erhöhen können. Am Ende steht ein 3:0-Sieg, der angesichts der Spielstärke Walddrehnas sicher etwas zu hoch ausfällt. Doch Lübben überzeugte durch eine geschlossene Mannschaftsleistung sowie eine solide Defensive und profitierte vom willkommenen Spielverlauf. Mit 9 Punkten aus den vergangenen 3 Spielen bei einem Torverhältnis von 9:1 hat es Lübben nun in eigener Hand, die Saison gut zu beenden.

 

Peter Tyra

 

Lübben spielte mit: Oliver Rex - Johannes Janke, Steve Tanneberger, Steven Lehniger - Andreas Kozur, Max Sattler - Kai Raschke, Andy Hohmann, Peter Tyra, Felix Paech - Miroslav Veselov.

 

Wechsel: Eric Zacharias für Tyra, Sören Brömme für Veselov, Sebastian Richter für Hohmann.

20. Spieltag

Herzinfarkt-Gefahr in der Völkerfreundschaft

Kreisliga Nord SV Grün-Weiß Lübben II - TSV Missen 3:1 ( 0: 0 )

Das Spiel Lübben gegen Missen sollte den zahlreichen Zuschauern einiges bieten. Lübben begann forsch und versuchte die Gäste bereits früh in der Spieleröffnung zu stören, um sodann mit direktem Zug vielversprechende Abschlüsse zu erzwingen. Missen jedoch zeigte, warum man die Saison bisher gut gepunktet hat und kreierte seinerseits mit einigen schnellen Angriffen gute Chancen. Trotz dessen hatte Lübben die besseren Gelegenheiten. So scheiterte Max Sattler nach einer tollen Kombination knapp am Keeper der Gäste. Weitere Möglichkeiten ergaben sich durch Fabian Wittenberg und gleich zweimal Tyra, aber die Schüsse verfehlten jeweils knapp das Tor. So ging es mit einem 0:0 und leichtem Übergewicht für die Heimelf in die Pause.
Die zweite Hälfte entwickelte sich zu einem klasse Kreisligaspiel, mit allem, was dazugehört. Mit dem ersten Torschuss gingen die Gäste etwas glücklich in Führung. Torwart Rex war beim abgefälschten Freistoß machtlos. Die engagierten Grün-Weißen steckten jedoch nicht auf und spielten weiter mutig und sogar ansehnlich nach vorne. Der verdiente Ausgleich sollte nach einer Freistoß-Flanke fallen - Johannes Janke stand am zweiten Pfosten goldrichtig und schob lässig ein. Mit dem Ausgleich kam auch die Hektik, der gute Schiri hatte alle Hände voll zu tun, das Spiel sportlich zu halten. Missen stemmte sich mit allen Mitteln gegen aufkommende Gastgeber, dezimierte sich aber selbst mit einer roten Karte. Lübben zeigte sich unbeeindruckt, spielte weiter zielstrebig und entschlossen nach vorn und ging wiederum nach einer Freistoß-Flanke in Führung - den sauber getretenen Ball durch Kapitän Kozur erreichte keiner mehr und er landete im langen Eck. Das Match war gedreht und Lübben obenauf. Kurz vor Schluss setzte Kai Raschke nach tollem Zuspiel durch Miro Veselov den Deckel drauf.
Lübben freut sich über enorm wichtige Punkte und über eine der besten Saisonleistungen.

Lübben spielte mit: Oliver Rex - Johannes Janke, Steve Tanneberger, Till Karras - Andreas Kozur, Max Sattler - Felix Paech, Fabian Wittenberg, Peter Tyra, Kai Raschke - Miroslav Veselov. Einwechslungen: Nick Heger für Peter Tyra, Steven Lehniger für Till Karras und Tim Tyra für Fabian Wittenberg.


Lübben II startet mit einem Unentschieden

 

Kreisliga Nord: SV Grün-Weiß Lübben II – SV Schwarz Gelb Boblitz 1:1 (1:1)

 

Zum ersten Pflichtspiel des Jahres trafen gleich zwei Tabellennachbarn aufeinander. Dies spiegelte sich auch in der harten Gangart beider Mannschaften wieder. Die Hausherren zeigten durch einige schöne Spielzüge in den ersten 20 Minuten, dass sie den Sieg für sich beanspruchen. Nach einer schönen Kopfballvorlage war es Felix Pech der den Ball im Gehäuse versank. Boblitz wollte nun mehr und es gelang der Ausgleich durch eine kurz ausgeführte Freistoßvariante. Bis zur Pause passierte nicht mehr viel (1:1).

 

Nach der Pause spielten sich beide Mannschaften ein paar Möglichkeiten heraus, die deutlich besseren hatte dabei Lübben. Boblitz wurde immer wieder durch schnelle Konter gefährlich. Keine der beiden Mannschaften gelang es jedoch das entscheidende Tor, in einer stark umkämpften Partie, für sich zu erzielen. Somit trennten sich beide Mannschaften mit einem 1:1 unentschieden.

 

Andreas Pudlitz

Spitzenreiter siegt souverän im Derby

 

Kreisliga Nord! SV Grün Weiß Lübben II – TSG Lübbenau (0-1) 0-5

 

Lübben startete kompakt in die Partie und ließ nicht viel zu. Die Gäste versuchten immer wieder die Nahtstelle zu finden, Lübben stand aber gut und hielt das Unentschieden. Lediglich eine Unachtsamkeit führte zum Rückstand zur Pause. 

In der zweiten Hälfte drückte die TSG Lübbenau mehr und erspielte sich zunehmend gute Tormöglichkeiten. Nach einem Freistoß und einem gut gespielten Pass durch die zentrale Position stand es 3:0. Lübben schaffte nun kaum mehr Entlastung. Nach einem weiteren Freistoß und einer guten Kombination nutzen die Gäste zwei weitere Möglichkeiten zum verdienten 0:5 Endstand.

 

Zweite schlägt den Tabellenzweiten!

 

Kreisliga Nord! SV Grün Weiß Lübben II – SV Waldrehna 1:0 (0:0)

 

Lübben begann defensiv und abwartend. Waldrehna hatte Probleme Räume zu finden und konnte so keine zwingenden Torchancen erarbeiten. Lübben lauerte auf Konter und erspielte sich einige Gelegenheiten, die nicht genutzt wurden. Zur Pause blieb es beim 0:0. In der zweiten Hälfte wurde Lübben mutiger und erkämpfte sich wichtige Bälle im Mittelfeld. Einen schönen Konter über die rechte Seite fand in der Mitte einen Abnehmer zum 1:0. Nun drückte Waldrehna, aber die Lübbener Abwehr stand sicher und ließ nicht viel zu. Waldrehna agierte zu harmlos, so blieb es auch in der Schlussviertelstunde bei der knappen Lübbener Führung. 

 

Andreas Pudlitz

Die Zweite Siegt im turbulenten Kreisligaspiel

 

SV Grün Weiß Lübben II - SV Calau 4-3 (1-0)

 

Beide Mannschaften starteten verhalten in die Partie. Lübben hatte mehr vom Spiel und erspielte sich eine etwas glückliche Möglichkeit, die dann aber konsequent genutzt wurde. Lübben verlor danach den Faden und ermöglichte Calau mehr Spielanteile und Torchancen. Es blieb beim 1:0 zur Halbzeit. Nach der Halbzeit verpennte Lübben den Start komplett und ließ fahrlässig innerhalb von 2 Minuten 2 Tore zu. Dann wurde es kurios: Handelfmeter für Lübben, Ausgleich! Kurze Zeit später, Foulelfmeter für Lübben, Führung! Wiederum kurze Zeit Später, Foulelfmeter und rote Karte. Führung ausgebaut!  Damit erzielte Andreas Kozur einen Hattrick durch 3 Elfmeter. Aber es ging kurios weiter: eine Geste des Calauers wertete der Schiri und gab Gelb/Rot. Der Spielabbruch drohte, denn die Calauer Spieler wollten den Platz verlassen. Das Spiel ging dennoch weiter. Mit 2 Spielern weniger gelang Calau sogar noch der Anschlusstreffer zum 4:3 Endstand. 

 

Andreas Pudlitz 

 

Souveräner Heimsieg für Lübbens Zweite


GWL II - SV Wudritz Ragow 4:1

Im Heimspiel gegen Aufsteiger Wudritz Ragow taten sich die Gastgeber aus Lübben zunächst schwer. Felix Päch hatte – nach schönem Zuspiel von Andy Hohmann – zwar schon nach fünf Minuten die erste Torchance (5.), danach passierte aber wenig. Lübben agierte ideenlos und verfing sich in ereignislosem Kick-and-Rush. Für die Landesliga hat sich in der ersten Halbzeit jedenfalls kein Spieler empfohlen. Man muss es deutlich sagen: es gibt sie noch, die Grottenkicks im Amateurbereich.
Das haben offenbar auch die Spieler bemerkt. Denn in der zweiten Hälfte zeigten die Gastgeber, dass sie auch Fußball spielen können. Andererseits: es konnte nur besser werden.
Zunächst wurde aber weniger gespielt und mehr diskutiert. Schiedsrichter Wilfried Fechner ließ mit dem gelben Kärtchen aber wissen, dass Diskussionen eher müßig sind und so wurde es bald auch wieder leiser auf dem Platz. Lübbens Spieler ließen nun vielmehr Tore für sich sprechen. Die Führung leitete Eric Zacharias mit einem Pass auf Miroslav Veselov ein, der mit Übersicht abschloss (53.). Das 2:0 ergab sich wieder durch eine schöne Vorarbeit von Eric Zacharias, der erneut Miroslav Veselov fand (60.). Andreas Kozur leitete mit einem Pass auf André Ziemainz den nächsten Treffer ein: dieser setzte Felix Päch in Szene, der zum 3:0 versenkte (69.). Fünf Minuten später meldete sich auch Ragow in Sachen Offensive zu Wort und schoss erstmals auf das Tor der Lübbener. Dem 4:0 ging ein Schuss von Miroslav Veselov voraus, der noch abgewehrt werden konnte. Der eingewechselte Sebastian Richter netzte den Nachschuss ein (85.). Der Ehrentreffer der Gäste gelang schließlich durch einen klassischen Konter, den Jan Lange zum 4:1-Endstand vollendete (87.).