Lausitzer Rundschau Lübben | 35. Woche | 26. August 2015

Lausitzer Rundschau Lübben | 31. Woche | 28. Juli 2015

Lausitzer Rundschau Lübben | 25. Woche | 15. Juni 2015

Lausitzer Rundschau Lübben | 46. Woche | 12. November 2014

Die F-Jugend

als Erfolgsmodell beim SV Grün-Weiß Lübben

 

Bereits 35 junge Fußballer stehen für eine erfolgreiche Jugendarbeit schon bei den Kleinsten

 

Beim SV Grün-Weiß Lübben ist die Saison in vollem Gange. Insbesondere das Team um Trainer Dirk Minkwitz eilt in der Landesklasse Süd von Sieg zu Sieg. Die Erfolgsserie der ersten Mannschaft spiegelt gewissermaßen eine weitere Erfolgsgeschichte, die seit über einem Jahr in der F-Jugend geschieht und bei Betreuern sowie Eltern für viel Freude sorgt.

 

Alles begann recht zaghaft im August 2013, als nach längerer Abstinenz in Lübben wieder eine F-Jugend aus der Taufe gehoben wurde. Fünf Kinder waren es, die in jenen Sommertagen die frisch gegründete F-Jugend bildeten – damals noch als SG Lübben gemeinsam mit der TSG Lübben. Seitdem hat sich viel getan und die Spielerzahl hat sich um ein Vielfaches vergrößert. Mit Beginn der neuen Spielzeit agiert die F-Jugend – inzwischen eigenständig unter dem Vereinsdach des SV Grün-Weiß Lübben – mit beeindruckenden 35 jungen Akteuren. Darunter befinden sich auch viele 4- bis 5-jährige, die mit den Bambinis regelmäßig trainieren und spielen – oft in Turnieren mit anderen Bambinis der Region. „Wir hatten einen regelrechten Ansturm ganz junger Spieler, die wir nun altersgerecht fordern und fördern. Deshalb spielen sie Turniere, bei denen sie auf Gegner ihres Alters treffen und erste Erfahrungen sammeln. Mit den Kindern, die wir hier erleben, werden wir in den nächsten Jahren noch eine Menge Freude an gutem Fußball haben“, sagt Frank Wolf, Jugendtrainer und zugleich Altliga-Kicker bei den Grün-Weißen. Ihm zur Seite stehen als Betreuer der F-Jugend Christian Leyer, Gordon Pohle und Sven Strugalski. Die vier Trainer bringen nicht nur Erfahrung aus der ersten Männermannschaft mit, sondern stehen auch für das generationsübergreifende Konzept im Verein.

 

Das Miteinander von Jung und Alt zeigt sich etwa in Aktionen, wie dem Getränkewagen beim Spreewaldfest 2014, wo die Spieler der ersten und zweiten Mannschaft den Ausschank betreuten und Geld für ihre Jugendabteilungen sammelten. Diese profitieren nun von dem Erlös, welcher der A- und F-Jugend nun 25 neue hochwertige Bälle bescherte. „Unser Konzept geht auf. Was sich hier – gerade im Hinblick auf die F-Jugend und die Bambinis – in so kurzer Zeit entwickelt hat, ist schon großartig. Die Reaktionen der Eltern sind überaus positiv. Hier wächst etwas heran. Auch in den anderen Jugendabteilungen haben wir große Zuwächse bekommen. Natürlich spielt da auch der gegenwärtige Erfolg der ersten Männermannschaft eine Rolle, die Woche für Woche beste Werbung für grün-weißen Fußball in der Region macht“, sagt Andreas Kotzur, Nachwuchsleiter im Verein.

 

Diese Entwicklung fügt sich in ein sportliches Konzept, das von den Verantwortlichen auch mit Blick auf die Zusammenarbeit mit der Stadt Lübben über kurzfristige Ziele hinausgeht. „Mit der Jugendarbeit sind die Weichen für die Zukunft gestellt. Das muss auch im Sinne der Stadt Lübben sein. Als Sportstadt mit Tradition gilt es mit Blick auf Infrastruktur und Unterstützung, die Sportvereine in der Stadt langfristig als wichtige Partner ernst zu nehmen. Deshalb verspreche ich mir viel von der bald anstehenden Bürgermeisterwahl und kann es nur begrüßen, wenn etwa ein  sportfreundlicher Kandidat wie  Karsten Nitsch mit ins Rennen geht, der die hiesigen Sportvereine als Chance für Lübbens Image betrachtet“, erklärt Christian Leyer, erster Vorsitzender des Vereins.

 

Karsten Nitsch (parteilos) begrüßt die bei den Grün-Weißen angeregte Entwicklung in der Jugendabteilung daher auch. „Was da passiert, kann man nur gutheißen! Regionaler Sport wird aus Sicht der Verwaltung oft in seiner Bedeutung unterschätzt. Sportvereine – besonders, wenn sie die Jugendarbeit voranbringen – sind ein elementarer Bestandteil einer städtischen Identität. Sie gehören zu Lübben wie Paul Gerhardt oder die Spree. Deshalb werde ich diese Entwicklungen im Rahmen meiner Möglichkeiten immer unterstützen“, so der Bürgermeisterkandidat.

Lausitzer Rundschau Lübben | 42. Woche | 16. Oktober 2014

Grün-Weiß Lübben – ein Verein, viele Teams


Aktives Vereinsleben spielt sich bei den Spreewäldern nicht nur auf dem Platz ab – die positive Stimmung im Verein ist deshalb Anlass für die Verantwortlichen, einmal hervorzuheben, was vielen selbstverständlich erscheint

Der SV Grün-Weiß Lübben überzeugt gegenwärtig auf dem Platz. Fünf Siege aus fünf Spielen, dazu nur ein Gegentreffer und der ungefährdete Einzug in Viertelfinale des Kreispokals – diese Bilanz kann sich sehen lassen. Die Männer um Trainer Dirk Minkwitz haben jedenfalls einen gelungenen Saisonstart hingelegt. Doch sie sind nicht die einzigen Spieler im Verein, die das grün-weiße Trikot tragen und auf Torejagd gehen. Im Schatten der ersten Mannschaft – die sich dieser Tage auf dem Platz ebenso wenig zurückzudrängen lassen scheint wie in der öffentlichen Wahrnehmung – spielen noch viele weitere leidenschaftliche Fußballer. Die Rede ist von der zweiten Männermannschaft und dem Altliga-Team.

 

Die Zweite – zwischen sportlichem Mittelmaß und Sprungbrett für die Jugend

 

Sportlich nehmen sich die Resultate der Zweiten Mannschaft eher bescheiden aus. Im letzten Jahr gelang nach einem klassischen Fehlstart noch der Klassenerhalt, in dieser Saison steht das Team auf Platz 11 in der neu formierten Kreisliga Nord in Südbrandenburg. Trainer Roland Zacharias übernahm zu Beginn der letzten Spielzeit die sportliche Leitung und möchte vor allem Konstanz in die Mannschaft bringen. „Das ist manchmal nicht so einfach. Die Spieler, die überzeugen, gehen hoch in die Erste. Andere, die sich zum Beispiel nach langen Verletzungen oder Ausfällen wieder rantasten, spielen zunächst bei mir. Da ist Konstanz ein Idealzustand, von dem wir weit entfernt sind“, sagt Roland Zacharias und bringt damit den Balanceakt auf den Punkt, den eine eigenständig spielende zweite Garnitur nun einmal bewältigen muss. Das wissen die Verantwortlichen natürlich. „Zweite Mannschaften erhalten oft wenig bis gar keine Aufmerksamkeit. Das ist bei den Profis nicht anders als in der Brandenburger Provinz. Und sie sind oft nur Durchgangsstation für viele Spieler. Damit helfen sie aber der ersten Garde ungemein. Über die zweite Mannschaft führen wir die A-Junioren an die Erste heran. Gegenwärtig spielen vier Spieler in der Zweiten, die im letzten Jahr noch in der A-Jugend waren. Formal mögen die Teams getrennt sein – vereinsintern besteht da bei uns aber ein reger Austausch. Dabei geht es auch um die Stimmung in der Truppe. Viele Spieler wissen oft gar nicht, wie viel sie selbst zur guten Atmosphäre und Kameradschaft beitragen, egal ob sie nun auf der Bank sitzen oder in der Zweiten spielen. So was geht gerne unter und deshalb möchte ich es hier einmal betonen“, sagt Christian Leyer, der erste Vorsitzende des Vereins.

 

Das Altliga-Team – mehr Fußball und mehr Spaß

 

Die alten Herren bei Grün-Weiß Lübben ärgern sich über Niederlagen schon lange nicht mehr. Denn hier steht vor allem der Faktor Spaß im Vordergrund. Trainer Jürgen Peters – der zugleich für die Spielerpässe und die Organisation der Plätze mit der Stadt Lübben verantwortlich ist – bringt die Stimmung im Team auf den Punkt, wenn er sagt: „Sepp Herberger – der selbst für uns zur alten Generation gehört – hat bekanntlich gesagt ‚Elf Freunde sollt ihr sein’. Nun ja, wir sind hier noch einige mehr und das ist eine tolle Sache.“ Genau diese Haltung ist für Christian Leyer unabdingbar, um ein gutes Vereinsgefüge zu bewahren. „Guter und erfolgreicher Fußball ist wichtig, zweifellos. Aber er ist eben nicht alles – vor allem für einen Verein, der wie Grün-Weiß Lübben ein Ort des regionalen Engagements und der Geselligkeit ist. Bei uns herrscht das Credo: ‚Fußball ist mehr’. Gerade unsere Zweite und die Altliga-Kicker leben dieses Credo. Aus diesen Reihen stammen übrigens auch unsere Vorstandmitglieder und die Nachwuchstrainer. Deshalb freuen wir uns über die vielen langen und diskussionsfreudigen Grill-Abende, bei denen Spieler aus allen drei Mannschaften zusammen sitzen. Das sind dann die gemeinsamen Erlebnisse, von denen es in zwanzig Jahren heißen wird, es war die gute alte Zeit. Keiner erinnert sich dann an einen Heimsieg gegen einen Tabellennachbarn. Was bleibt, findet oft neben dem Platz statt. Ich möchte, dass wir die gute alte Zeit genießen – und zwar jetzt schon“, sagt Christian Leyer.

Lausitzer Rundschau Lübben | 38. Woche | 18. September 2014

Grün-Weiß Lübben – mehr als nur Fußball

 

Die Spreewälder setzen auf vereinsübergreifende Kooperationen und Partnerschaften – beim kommenden Stadtfest werden die Erlöse aus dem Bierverkauf der Jugendabteilung überlassen

 

Der SV Grün-Weiß Lübben weiß in diesen Tagen durch Tore und Siege zu überzeugen. Die Bilanz von drei Siegen in drei Spielen spricht für sich. Doch in Lübben hat seit längerem die Überzeugung Einzug gehalten, dass „Fußball mehr ist“. Die Verantwortlichen setzen daher auf vereinsübergreifende Kooperationen und möchten in Lübben einiges bewegen. „Der Sport verbindet die Menschen und diese Bande wollen wir knüpfen und pflegen. Und zwar auf vielfältige Weise“, sagt Christian Leyer, der erste Vorsitzende des Vereins. Deshalb liegt der Fokus der Vereinsarbeit nicht nur auf dem Kerngeschäft Fußball. „Lübben ist eine Sportstadt. Und da genügt es nicht, sich dieses Etikett lediglich ans Revers zu heften, sondern es braucht Engagement und Hingabe. Wir setzen deswegen auf ein Miteinander unter den Lübbener Vereinen. Auch über den Sport hinaus.“

Dass mit den Radlern vom neu gegründeten RSV Einheit Lübben nicht nur freundschaftliche Kontakte bestehen, zeigte etwa ein am 7. September organisiertes Straßenrennen. Die Fußballer halfen mit bei der Organisation und trugen ihren kleinen Teil als Streckenposten dazu bei. Mit den Handballern vom HC Spreewald gibt es genauso gute Verbindungen. Für ein Benefizspiel des HC schnürten die Grün-Weißen ebenso ihre Fußballstiefel wie für das Weihnachtsturnier. Der HC unterstützt im Gegenzug die Fußballer bei großen Spielen im Stadion der Völkerfreundschaft. Zuletzt stellten sie zehn  Ordner beim Spreewälder Pokalfinale, das mit rund 1.000 Zuschauern viel Aufmerksamkeit in der Region erlangte. „Es ist ein Geben und Nehmen, das man auch mal würdigen muss. Da steckt viel ehrenamtliches Herzblut drin. Diese Aktionen zeigen auch, dass sich mit vielen kleinen Schritten viel bewegen lässt. Dass dabei ein Gefühl der Zusammengehörigkeit wächst, ist auch ein Zeichen, das wir an unsere Jugend weitergeben möchten“, so Christian Leyer. Zwischen den Handballern und den Kickern bestehen ohnehin auch Verbindungen, die ganze Familien prägen. „Viele Väter und Söhne gehören beiden Klubs an, da verteilen sich ganze Familien über Generationen in ihrer sportlichen Neigung auf diese beiden Vereine. Das ist gelebte Sportleidenschaft.“ Generation ist zudem ein Stichwort, das in Lübben immer mehr an Bedeutung gewinnt. „Die Jugend ist ganz wichtig. Wir fangen gerade erst wieder richtig an, dafür die richtigen Strukturen zu schaffen. Wir möchten den kommenden Generationen sportlich in Lübben einiges bieten. Das gelingt nur mit freiwilligem Engagement, auf das wir zum Glück zählen können. Deshalb ist es für uns selbstverständlich, etwa beim Kinderfest im Kindergarten SonnenkinderTeil beizutragen. Und beim anstehenden Lübbener Stadtfest werden wir wieder mit einem Bierwagen präsent sein. Der Erlös fließt in unsere Jugendabteilung. Wer also guten Gewissens ein oder mehrere Bier trinken möchte, kann das bei unserem Stand tun – denn er tut etwas für die sportliche Jugend in unserer Stadt“, sagt Christian Leyer mit einem Augenzwinkern.

 

 

Grün-Weiß Lübben wird auch in Zukunft neben dem Fußballplatz in und um Lübben präsent sein und das sportliche und kulturelle Treiben in der Paul-Gerhardt-Stadt unterstützen. „Dazu zählen unter anderem unsere regelmäßigen Treffen mit den Fußballern unserer polnischen Partnerstadt Wolsztyn. Das ist eine echte Herzensangelegenheit für uns. Dabei sind schon einige Freundschaften entstanden und auch unsere Jugendspieler sammeln dabei viele wertvolle Erfahrungen. Ein anderes besonderes Ereignis war jüngst das TriKick-Turnier im Rahmen der zehnten Auqamediale. Für solche Sachen sind wir natürlich offen und freuen uns, wenn wir Lübben damit etwas mitgestalten können“, ergänzt der erste Vorsitzende. Und dass es nicht nur um sportliche Vereinskultur gehen kann, zeigt sich am Auftritt des Lübbener  Männerchores. Die singenden Herren hatten beim Pokalfinale im Juni 2014 die Gelegenheit, vor Anpfiff ihr Können zum Besten zu geben. „Vereine unterstützen Vereine. Und da kommt es schon mal vor, dass der ortsansässige Chor ein Fußballspiel eröffnet. Das ist Werbung für den Stadionbesuch und die Lübbener Sangeskunst“, sagt Christian Leyer abschließend.

Lausitzer Rundschau;29.07.2014
Lausitzer Rundschau;29.07.2014

Lausitzer Rundschau Lübben | 24. Woche | 10. Juni 2014

Der Lübbener Kapitän Martin Scholz (l.) hält den Siegerpokal in den Händen und wird von Teamkamerad Martin Würfel (r.) mit Sekt bespritzt. Foto: Roland Hottas/rhl1

 

Favorit jubelt bei enormer Hitze über klaren Pokalsieg

FUSSBALL Kreispokalfinale: SV Grün-Weiß Lübben – Wacker 21 Schönwalde 4:1 (2:0) / Mehr als 1000 Zuschauer im Stadion


Lübben Mit einem klaren und verdienten 4:1-Sieg über Wacker 21 Schönwalde hat Grün-Weiß Lübben den letzten Pokal des Fußballkreises Spreewald gewonnen. Die Gäste, die mit einem First-Class-Reisebus die 15 Kilometer-Strecke nach Lübben bewältigt haben, wurden brutal aus ihren Komfortsesseln gerissen. Vor mehr 1000 Zuschauern, die für eine tolle Kulisse sorgten, zeigten allerdings beide Teams bei hochsommerlichen Temperaturen über weite Strecken kein schönes Spiel.

Wacker begann die Begegnung – anders als das Punktspiel an gleicher Stelle – eher abwartend, ließ Lübben gewähren und lauerte auf Konter. Die erste Gelegenheit ergab sich für Schönwalde dann auch durch einen schnellen Gegenangriff. Nach einem Freistoß für Lübben in der Wacker-Hälfte schalteten die Gäste blitzschnell um, spielten den Konter aber zu unsauber aus, sodass Alexander Rattei noch klären konnte (2.). Auf der Gegenseite prallte Romano Lindner beim Torschussversuch mit Wacker-Keeper Felix Knappe zusammen, der verletzt liegen blieb (3.). Diese beiden Szenen beschreiben den Spielverlauf exakt. Ungenaues Passspiel, messerscharfe Zweikämpfe, technisches Unvermögen, Fehlpässe zuhauf und meistens Kick and Rush. Zudem wälzten sich minütlich verletzte Spieler auf dem Rasen, die von den jeweiligen Betreuern behandelt werden mussten. Die 1030 Zuschauer im rappelvollen Stadion der Völkerfreundschaft wurden nicht gerade verwöhnt.

Das 1:0 für die Gastgeber fiel, bezeichnend für den fehlenden Spielfluss, durch einen Elfmeter. Denny Matthes wurde im Strafraum im Gewühl von den Beinen geholt, Romano Lindner verwandelte bombensicher (7.). Die erste Chance für Schönwalde ergab sich ebenfalls aus einer Standardsituation. Nach einem Freistoß von René Heppelter schnappte die Abseitsfalle von Grün-Weiß nicht zu, den von der Torlatte abtropfenden Kopfball hielt Christian Harmuth sicher (11.). 

Mit Kombination zum 2:0

Die erste richtige Kombination brachte schon die Vorentscheidung für die Hausherren. Über Oliver Keutel und Denny Matthes kam die Kugel zu Tony Ziegler, dessen Flanke köpfte Michael Leschnik zum 2:0 ein (40.). Ein Lübbener Fan sorgte mit dem Ruf "nur noch acht (Tore)", für Erheiterung. Sonst hatten die Zuschauer in einer faden ersten Halbzeit nicht viel zu lachen. Außer den genannten Treffern musste zunächst Lübbens Keeper Christian Harmuth einen Freistoß von Walder Alves Ferreira zur Ecke lenken (21.) und Michael Leschnik köpfte einen Freistoß von Romano Lindner knapp neben das Gäste-Gehäuse (35.). Mehr gab es nicht zu sehen. Vor allem Wacker Schönwalde enttäuschte. Hatte die Truppe im Punktspiel vor Monatsfrist noch spielerisch überzeugt, so blieb sie im Finale alles schuldig. "Schade, dass die Generalprobe von Wacker gegen Königs Wusterhausen buchstäblich ins Wasser gefallen ist, sonst hätte es heute vielleicht anders ausgesehen", suchte auch Lübbens Coach Dirk Minkwitz eine Erklärung. "Spielerisch war das auch von uns nichts", sagte der Lübbener Übungsleiter, "aber kämpferisch hat mich die Truppe wieder überzeugt". 

Wacker-Trainer Maik Friedrich ging nach der Pause volles Risiko. Er hatte gleich nach dem 0:2 Wirlei Ferreira Junior für Manuel Pfeiler gebracht und schöpfte mit Beginn der zweiten Halbzeit sein Kontingent aus, indem er Arno und Bruno Zelder einwechselte und auf zwei Spitzen umstellte. Am Spielverlauf änderte sich aber nichts. Schönwalde blieb zu fehlerhaft, um Torgefahr heraufzubeschwören. Auf der Gegenseite hatte Oliver Keutel nach einer Kopfballablage von Michael Leschnik die Chance zum 3:0, er zielte jedoch zu hoch (50.). Dafür war Keutel bei der endgültigen Entscheidung maßgeblich beteiligt. Nach einem Laufduell mit Marco Bullan zauberte er den Ball per Hacke zu Romano Lindner, der nur noch zum 3:0 einschieben musste (60.). Als zehn Minuten später David Hansel mit Rot vom aufmerksamen Schiedsrichter Stefan Richter vom Platz geschickt wurde, schien ein Debakel für Schönwalde möglich. Hansel hatte sich von Michael Leschnik provozieren lassen und beging eine Tätlichkeit an Leschnik (70.). Dies blieb jedoch eine unrühmliche Ausnahme. Denn die Begegnung verlief sowohl auf dem Spielfeld, als auch auf den Rängen fair und anständig. 

Schönwalde trifft per Kopf

Das 4:0 wurde vom eingewechselten Marco Poßling vorbereitet, der Michael Leschnik freispielte. Dessen Schuss hielt Felix Knappe noch mit glänzendem Reflex, den Abpraller nutzte Romano Lindner zum 4:0 (88.). Schönwaldes Ehrentor war eine Kopie des Lübbener 2:0. René Heppelter köpfte die Flanke von Wirlei Ferreira Junior ein (90.). Zu diesem Zeitpunkt hatten die Hausherren aber gedanklich schon die Siegertrikots an und das Feierpils in der Hand.

 "Glückwunsch an Lübben zum hochverdienten Sieg", sagte Wacker-Coach Maik Friedrich nach der Partie. "Wir sind heute überhaupt nicht ins Spiel gekommen, ich habe auch keine Erklärung für unsere Leistung." Sein Pendant Dirk Minkwitz freute sich über "einen verdienten Sieg in einem schlechten Spiel".

 Lübben: Christian Harmuth, Marco Mrose (55. Marco Poßling), Martin Scholz, Alexander Rattei, Gordon Pohle, Oliver Keutel (64. Martin Würfel), Denny Matthes, Tony Ziegler (60. Sebastian Rieger), Romano Lindner, Kay Raschke, Michael Leschnik.

Schönwalde: Felix Knappe, André Possling, René Sauerbrei (46. Arno Zelder), Walder Alves Ferreira, Sean O`Brian, Marco Bullan, David Hansel, Manuel Pfeiler (40. Wirlei Ferreira Junior), Stefan Przewozny (46. Bruno Zelder), René Heppelter, Ken Märting.

Schiedsrichter: Stefan Richter (Ragow). Assistenten: Martin Hagemeister (Cottbus) und Steffen Schötz (Gießmannsdorf). Vierter Offizieller: Herbert Rumposch (Calau). Tore: 1:0 Romano Lindner (7./FE); 2:0 Michael Leschnik (40.); 3:0, 4:0 Romano Lindner (60., 88.); 4:1 René Heppelter (90.). Rot: David Hansel (70. Schönwalde). Zuschauer: 1030.

Stephan Teske / stk1

Ausgabe 03.02.14

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